Dysthymie

Donnerstag, 11. Februar 2010

Zweitausendundzehn

Nachdem ich ja nicht gerade erwartet habe, dass sich die Dinge bessern, trotzdem kurz mal zum Start in dieses Jahr:

1) Alkoholkonsum ist leicht im steigen begriffen.

2) Unser Projekt ist top organisiert. Morgen muss das Review dazu fertig sein und alle geraten in Panik. Kein Wunder, das Projekt war und ist Murks. Die Homepage zu dem Projekt beinhaltet genau nix, nicht einmal die Doktoranden geschweige denn irgendwas anderes. Cheffe hat gesagt, der Projekt-Cheffe will wissen, was wir für Paper planen in nächster Zeit. Nachdem das geklärt wurde, schicke ich es dem Projektleiter und bekam die Antwort:Was tue ich mit dem ? Bekannterweise wissen die Leute ja nicht, was die anderen tun. Achja, ne Homepage sollte jeder noch anlegen mit seiner Arbeit, diese wird dann verlinkt auf der Projekt-HP. Toller Stil, auch ausreichend Zeit dafür. Wird wohl ne typische Leck-mich-Seite werden.

Review ist Mitte April. Mein Vertrag endet mit Ende Mai und ich habe noch an die 20 Urlaubstage. Was tun? Einfach Anfang Mai die 20 Tage nehmen und mich dann ganz verabschieden? Warum nicht, ich würde mal für ein paar Wochen/Monate nach GR auszeiten und den ganzen Scheiss hier hinter mir lassen.

Problem: falls aus dem Bericht echt ein Paper wird, muss ich im Juni nach Frisco oder September nach Kreta (gut, ich wäre vllt schon dort), aber Konferenz ohne Job? Nein, das kann net sein. Ein Jahr oder so anhängen, falls aus dem Paper und dem Projekt was werden sollte? Nein, danke!

3) Frauentechnisch geht natürlich auch nix weiter.

Sonntag, 27. Dezember 2009

Major Depression Eins und Zwei

Meine erste grosse Depression hatte ich im Jahre 1996. Schuld war wieder mal ein Mädel, auf das ich ein Auge geworfen habe. Sie war meine erste Traumfrau. Schöne, lange Haare und eine sehr weibliche Figur. Und ein Wahnsinnsgesicht. Sie war die Freundin einer Freundin von mir. Aber damals wollte sie nicht einmal auf einen Kaffee gehen. 3 Jahre später haben wir uns aufgrund einer gemeinsamen Freundin auch leicht angefreundet. Ich startete noch einen Versuch, aber sie wollte lieber auf einen Bauernhof gehen und viele Kinder in Welt setzen...

Das andere Problem war, ich hatte einen Fleck in Französisch in der 8. Klasse des Gymnasiums. Das führte dazu, dass ich dieses Fach zur Matura hinzubekam. Die Matura habe ich auch trotz meines Zustandes geschafft, bis eben auf Französisch. Beim 1. Haupttermin habe ich jene Prüfung aufgeschoben, beim 2. Termin bin ich durchgefallen. Den nächsten Termin habe ich ignoriert, weil ich an mir und der Depri arbeitete (Antidepressiva + Gesprächttherapie). Beim nächsten Hauptermin, diesmal halt mit der nächsten Klasse des Gyms zusammen, habe ich es dann doch geschafft a la: "Geh mit Gott, aber geh!" Danke, Horstl!

Die zweite grosse Depri war dann im Jahr 2003. Wieder einmal gings um eine Frau. Ich war mit ihr recht gut befreundet (ja, sie ist die Freundin von oben) und gestand ihr meine Liebe und ich wurde friendzoned. Daraus folgte aber auch das Ende dieser Freundschaft.

Ich war inzwischen Student, aber es lief dort nicht gut. Ich machte bzw schaffte sehr wenige Prüfungen. Vielleicht war die Umstellung zu gross, keine Ahnung. Wieder Antidepressiva + Gesprächttherapie.

Und in diesem Jahr habe ich meine Seelenverwandte kennengelernt. Das ergab zwar zu dieser Zeit Auftrieb, führte andererseits Jahre später zu grossen Schmerzen. Aber sie holf mir damals aus der Depri und mit ihr habe ich auch an meinem Studium was weitergebracht. Trotzdem danke!

Freitag, 25. Dezember 2009

Dysthymie

Ich leide unter einer chronischen Form der Depression, der Dysthymie. Seit wann, kann man nicht genau sagen, sie hat sich in mein Leben eingeschlichen.

Dysthymie bei Wikipedia

Ein sehr gute Erläuterung findet man hier:

Dysthymie bei Optikur

Wesentliche Punkte sind hier noch folgende:
  • Erlernte Hilflosigkeit
  • Apathie
  • Siege werden als reines Glück eingestuft
  • Niederlagen werden als Normalität angesehen
Weiters noch ein Link zu einem Blog (siehe dort auch die Rubrik "Leben mit der Depression"):

Blog des Ungenannten

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